| Zu Hause in Taipeh |
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| Mittwoch, 26. Oktober 2011 um 08:36 Uhr |
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Dank der komfortablen Liegesitze kamen wir also nach rund 24-stündiger Reise recht frisch in Taipeh an. Die Einreise gestalte sich absolut unkompliziert: Stempel in den Reisepass – fertig. Da ist man ja von den USA ganz anderes gewöhnt. Dann brachte uns ein Taxi zu der Wohnung, die für die nächsten sieben Wochen unser zu Hause sein wird. Wohnraum ist offenbar relativ knapp und teuer in Taipeh. Unser Apartment ist daher auch kaum 30 qm groß. Immerhin hat es ein Fenster im Wohnraum, während die meisten anderen Apartments in dem Gebäude nur ein Fenster im Bad haben. Damit man in der Wohnung trotzdem Tageslicht hat, sind Bad und Zimmer nur durch eine Scheibe voneinander getrennt. Gewöhnungsbedürftig. Der gesamte Gebäudestandard ist allerdings relativ modern, im Erdgeschoss stehen allen Bewohnern Arbeits- bzw. Aufenthaltsräume, ein Fitnessraum, ein Schwimmbad und eine Sauna zur Verfügung. Etwas verwundert waren wir anfangs von der Ausstattung der Wohnung. Die Küchenausstattung besteht in etwa aus zwei Tellern in der Größe von Untertassen, zwei unterschiedlichen Gläsern, zwei unterschiedlichen Bechern und einem kleinen Kochtopf. Besteck ist keins vorhanden, auch keine Stäbchen. Umso erstaunlicher ist, dass es einen Geschirrtrockner (!) gibt, in dem man das spärlich zusammengekramte Geschirr nach dem Spülen trockenpusten lassen kann. Inzwischen haben wir erfahren, dass es hier einfach nicht üblich ist, selbst zu kochen. Bei dem unglaublichen Angebot an Restaurants, Cafés und Straßenständen ist es doch viel praktischer, sich das Essen einfach fertig zu kaufen, so die Einheimischen. Tatsächlich ist es hier möglich, schon für umgerechnet 1,50 EUR ein sättigendes Essen zu bekommen. Da lohnt sich das Kochen wirklich nicht. Vor diesem Hintergrund wundert es mich fast, dass man im Supermarkt dennoch Gemüse und andere Kochzutaten bekommt. Wer kauft denn das, wenn sowieso alle außerhalb essen? Für uns ist der Supermarkt trotzdem eine wichtige Option, nachdem wir uns inzwischen mit einer Grundausstattung an Koch- und Essutensilien ausgestattet haben. Immerhin sind wir dort einigermaßen in der Lage, im Vorfeld zu identifizieren, was wir kaufen. Bei fertig zubereitetem Essen ist das nicht immer der Fall, insbesondere wenn es in einfachen Straßenrestaurants (wie auf dem Foto unten) keine englichssprachige Karte gibt. Mehrfach haben wir schon etwas Herzhaftes erwartet und etwas Süßes bekommen – und umgekehrt. Unabhängig davon sind mir die echten Vorzüge der taiwanischen Küche bisher noch verborgen geblieben. So freuen wir uns manchmal einfach über einen an der heimischen Küchenzeile zubereiteten Salat. |






