| Buchempfehlung |
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| Donnerstag, 18. Juni 2009 um 16:37 Uhr |
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Über Bücher habe ich hier schon länger nichts mehr geschrieben. Das liegt nicht zuletzt daran, dass ich bis vor Kurzem monatelang an einem recht eigenwilligen Roman gelesen habe: "Gegen den Tag" von Thomas Pyncheon. Es ist kein schlechtes Buch. Und: Es ist ein sehr, sehr merkwürdiges Buch. Aber davon soll dieser Blogeintrag gar nicht handeln. Denn nachdem ich die letzte von rund 1.600 hauchdünnen Seiten gelesen hatte, nahm ich einen anderen Roman zur Hand: "Klangwesen" von Pierangelo Maset.
Inhaltlich ist "Klangwesen" ein Berlin-Roman, eine Liebesgeschichte, ein Krimi und ein Text, der sich gleichwohl nicht in die klassischen Genres einordnen lässt. Der Ich-Erzähler Eric führt oberflächlich betrachtet ein recht unspektakuläres Leben. Er wohnt allein und ist Ausfahrer bei einem Paket-Dienst. Umso spektakulärer ist sein Hobby, das er gemeinsam mit seinem einzigen Freund Ted betreibt: In einem Raum von Erics Wohnung haben die beiden 133 alte Transistorradios aufgestellt, die sie - manchmal alle, manchmal einige - gleichzeitig auf unterschiedlichen Frequenzen laufen lassen. Die dadurch entstehende "Kakophonie" nehmen sie mit einem Achtspurtonbandgerät auf und bearbeiten sie zu kleinen Klangkunstwerken. Wie die Freunde ihre Konzepte erarbeiten und in erstaunlicher Einigkeit zu ihren künstlerischen Ergebnissen kommen, die sie selbst überhaupt nicht als Kunst betrachten, erzählt Pierangelo in angenehm unaufgeregter Weise. Selbst als zwei Frauen in das Leben der beiden Männer treten und für einigen Aufruhr sorgen, lässt sich der Erzähler keineswegs aus der Ruhe bringen ... Ein Buch, das ich jedem ans Herzen lege, der Bücher liebt! |





